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Dorfpunks – Blüten der Gewalt

nach dem Roman von Rocko Schamoni. Von und mit Studio Braun

Schauspielhaus Hamburg

Premiere: 30.04.2008. Der Film - erstmals live gespielt

REGIE Studio Braun (Rocko Schamoni, Heinz Strunk, Jacques Palminger) Bühne Damian Hitz KOSTÜME Dorle Bahlburg CHOREOGRAFIE Rica Blunck PUPPENBAUER Thomas Klemm DRAMATURGIE Gabriella Bußacker LICHT Rebekka Dahnke VIDEO Marcel Didolff, Peter Stein

MIT Achim Buch, Stephan »Partyschaum« Cay, Felix Kramer, Marie Leuenberger, Hagen Oechel/Sören Wunderlich, Jacques Palminger, Jens Rachut, Rocko Schamoni, Jana Schulz, Tristan Seith, Heinz Strunk MUSIKER Lieven Brunckhorst, Carsten »Erobique« Meyer, Matthias »Tex« Strzoda PUPPENSPIELER Philipp Pleßmann

Gewalt ist unser Geld – und wir möchten gerne zahlen. Nach der erfolgreichen Umsetzung von Heinz Strunks Roman »Fleisch ist mein Gemüse« als Bühnenstück (»Phoenix – Wem gehört das Licht?«), gibt es ein weiteres Projekt von Studio Braun am Schauspielhaus: Rocko Schamonis Erfolgsroman »Dorfpunks« wird von der Kaderschmiede des psychedelischen Humors zur Aufführung gebracht. Studio Braun versucht – ganz dem eigenen Programm verpflichtet – ein farbenfrohes Feuerwerk der Gewalt am schnöseligen Firmament des Hamburger Kulturhimmels erstrahlen zu lassen. Sinnlich choreographierte Prügelorgien und dörflich-dialektischer Wortwitz garantieren ein bourgeoises Ballerlebnis der Extraklasse. Getreu dem Schamonischen Wahlspruch »Dein Dorf trägst du für immer mit dir rum« wird Hamburg für die Zeit der Aufführung zu einer norddeutschen Kleinstadt modelliert, die weder stark genug ist, um zu erblühen, noch mutig genug, um den Löffel endgültig abzugeben. Was tun, wenn man Anfang der Achtziger in eine Kulisse geworfen wird, die äußerlich einer Märklin-Eisenbahnlandschaft gleicht, innerlich aber von den Sporen des Misstrauens, der Gewalt und der provinziellen Großmannssucht befallen ist? Man versucht, anders zu werden, sich und das Leben neu zu erfinden, neue Musik, neue Kleidung, neue Gedanken zu generieren. Eine nervige Welt zu erbauen. Eine nervige Welt, gegen die sich die Alteingesessenen aus ihrer Sicht zu Recht wehren. »Vertreibt die jungen Hunde aus der Stadt, sie stinken, fressen den Müll und schänden unsere Hühner.« Zwei grausame Kosmen brechen aufeinander. Wer gewinnt? Wer behält die Oberhand? Wer hat das letzte Wort?