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Die Rassen

von Ferdinand Bruckner

Theater Konstanz

Premiere: 20.01.2017

REGIE Barbara-David Brüesch Bühne Damian Hitz KOSTÜME Karin Jud CHOREOGRAFIE Zenta Haerter MUSIK Christian Müller Video Patrick Hunka Dramaturgie Laura Ellersdorfer

MIT Julian Härtner, André Rohde, Gideon Maoz, Axel Roehrle, Odo Jergitsch, Johanna Link, Tomasz Robak Bewegungschor Jeditha Edmaier, Lisa Funk, Anna Hauer, Leonie Klopstock, Nicole Löffler, Natalie Popov, Julia Schröder, Patrick Eisele, Andrew Friedrich, Louis Funk, Peer Homann, Julian Jäckel, Fabiano Larusso, Nikolai Stoß

Der Medizinstudent Peter Karlanner lebt zusammen mit seiner Freundin Helene Marx in einer kleinen Berliner Wohnung. Er steht kurz vor dem Examen, seinen Alkoholexzessen hat er aus Liebe zu Helene abgeschworen. Helene selbst arbeitet als Sekretärin für ihrer beider Lebensunterhalt. Sie hat den Kontakt zu ihrer gutsituierten Familie abgebrochen, weil diese ihre Beziehung nicht gutheißt. Die Wahlen vom März 1933 bedeuten abrupt eine tragische Zäsur in dem Leben der glücklichen Liebenden. Bisher politisch nicht engagiert, lässt sich Peter von seinem Kommilitonen Tessow von der beginnenden Massenhysterie einer arischen, rassenreinen deutschen Nation mitreißen. Aufgehend im Taumel eines neuen deutschen Selbstbewusstseins und Einheitsgefühls nimmt Peter mit der strammen braunen Uniform eine neue Identität an und trennt sich von Helene. Helene Marx ist Jüdin. Die Rassen — Ein Warnruf, der das schreckliche Ausmaß des Hitlerschen Antisemitismus bereits 1933 vorwegnahm, bedeutete für seinen Autor Ferdinand Bruckner Pariser Exil und blieb von der Mehrheit damals ungehört und unbeachtet.