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Iphigenie in Aulis | Occident Express

von Euripides/Soeren Voima | von Stefano Massini

Volkstheater Wien

Premiere: 08.09.2017

Regie Anna Badora Kostüme Irina Bartels Musik Klaus von Heydenaber Choreografie Jasmin Avissar Licht Paul Grilj Dramaturgie Anita Augustin

Iphigenie Katharina Klar Klytemnestra Anja Herden Agamemnon Rainer Galke Menelaos Lukas Holzhausen Achilleus Jan Thümer Odysseus Sebastian Pass der Alte Henriette Thimig Chor der Aulischen Mädchen Nadine Quittner, Eva Dorlass, Marlene Hauser, Sophie Reiml, Maren-Sophia Streich

Die einen sitzen im antiken Griechenland herum und warten. Die anderen rennen im Jahr 2015 um ihr Leben. Die einen sind Soldaten und heißen Odysseus, Agamemnon, Menelaos. Die anderen sind einfache Leute: Haifa, Nassim, Sadiq. In Euripides’ Tragödie wollen alle nur eines: nach Troja, die Stadt niederbrennen, alles dem Erdboden gleich machen. In Massinis Drama wollen alle nur eines: weg vom Krieg, die verbrannte Erde hinter sich lassen, das gelobte Land betreten – den für Frieden und Wohlstand gepriesenen Kontinent Europa.
Windstille im Hafen von Aulis. Die Segel der griechischen Flotte hängen schlaff herunter, die Stimmung unter den Soldaten ist entsprechend. Tausende kriegswütige Männer, die nach Troja wollen, und jetzt das: Flaute. Der Seher Kalchas stellt kräftigen Wind in Aussicht, wenn der Göttin Artemis ein Menschenopfer gebracht wird: Iphigenie, die Tochter des Heerführers Agamemnon.
Im Jahr 2015 überleben nur zwei Menschen ein Massaker in ihrem Heimatdorf: eine alte Frau und ein kleines Mädchen. Sie stehen zwischen Trümmern und Leichen – dann machen sie sich auf den Weg. Eine Odyssee vom Irak bis in den hohen Norden Europas beginnt.